Liebe Leserinnen und Leser, liebe DVBS-Mitglieder,

Ausbildung - das Schwerpunktthema dieser Ausgabe - stammt von Bildung. Ohne Bildung wird auch Ausbildung misslingen. Und beide Begriffe haben mit Lernen zu tun. Dieses Dreigestirn prägt unser aller Alltag, wenn auch in unterschiedlicher Weise und Intensität. Aber wer nicht weiter lernt, sich weiter bildet, offen für Neues ist und dafür auch die entsprechende Zeit aufwendet, der verliert wahrscheinlich den beruflichen und sozialen Anschluss und wird irgendwann abgehängt. Dafür, dass das nicht passieren soll, stehen unsere zwei Organisationen, DVBS und blista.

Natürlich wissen wir alle, dass sich daraus besondere Herausforderungen für sehbehinderte und blinde Menschen ergeben, und das nicht erst, seit die Pandemie uns noch einmal mit aller Wucht darauf gestoßen hat. Aber wie unterschiedlich die Strategien sind, um solche Herausforderungen zu meistern, das müssen wir uns immer wieder vergegenwärtigen; denn dadurch wird oder bleibt uns bewusst, dass wir bei aller Verschiedenheit unserer Ausbildungswege oder Lebenssituationen mit diesen Problemen nicht allein dastehen.

Das wird auch in dieser Ausgabe des horus deutlich, etwa wenn über die Aufgaben der DVBS-Fachgruppe "Studium und Ausbildung" berichtet wird, wenn Studierende über ihren Alltag in und mit der Pandemie schreiben oder die Herausforderungen thematisiert werden, die ein Auslandsstudium an einer amerikanischen Eliteuniversität mit sich bringt. Gelungene Ausbildung und Bildung öffnet auch Türen, die wir oft für verschlossen halten, wie der Beitrag von Prof. Ette aufschlussreich dokumentiert, der den schönen Titel "Glück des Forschens" trägt.

Ich hoffe, die Aufsätze dieser Ausgabe machen unseren Leserinnen und Lesern Mut, sich dem Abenteuer des forschenden Lernens zu unterziehen und ihrer Neugier freien Lauf zu lassen.

Das wünscht sich und Ihnen

Ihr und Euer

Uwe Boysen

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