Der AK Inklusion stellt sich vor

Mitglieder des AK Inklusion

Foto: Werner Wörder

Mein Name ist Werner Wörder. Durch meine Arbeit an einem Regelgymnasium bin ich als inkludierter Lehrer und als Ansprechpartner für die Inklusion von schwerbehinderten Schülerinnen und Schülern gleich doppelt mit dem Thema aufs engste verbunden. Mein Einsatz für Integration schon als Schüler hat mich letztlich in die inklusive Schulwirklichkeit des Jahres 2018 geworfen - mit allem, was dazugehört.

Foto: Christine Beutelhoff

Christine Beutelhoff, Oberstudienrätin i.R. Sie hat trotz ihres geringen Sehvermögens am Gymnasium in Homberg (Hessen) 32 Jahre bis 2007 die Fächer Deutsch, Englisch und evangelische Religion unterrichtet. Abitur Gymnasium Eberbach am Neckar.

Foto: Claudia Gerike

Claudia Gerike arbeitet seit mehreren Jahren in der Organisation und Koordination von Schulbegleitung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Foto: Sabrina Schmitz

Mein Name ist Sabrina Schmitz. Im Laufe meines Lebens habe ich viele praktische Erfahrungen und theoretische Erkenntnisse rund um die beiden Phänomene Integration und Inklusion gesammelt. Während meiner Schulzeit war ich von der 1. bis zur 13. Klasse eine sog. Integrationsschülerin. Anschließend habe ich Lehramt für Sonderpädagogik studiert und mich ausgiebig aus wissenschaftlicher Perspektive und im persönlichen Austausch mit Integration und Inklusion beschäftigt. Bei meiner Tätigkeit als Lehrerin verfolge ich die aktuelle Entwicklung im Schulsystem nun weiterhin aufmerksam. Auch in meinem privaten Alltag denke ich immer wieder über verschiedene Erlebnisse nach. Insgesamt bin ich nämlich der Meinung, dass die Schule nur ein Bereich der Gesellschaft ist, in dem sich Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe weiter entwickeln dürfen.

Foto: Dörte Severin

Ich bin Dörte Severin und habe bis vor 4 Jahren an der Deutschen Blindenstudienanstalt Deutsch und Französisch unterrichtet und die Arbeit des Überregionalen Beratungs- und Förderzentrums der Blista koordiniert, wo blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler an Regelschulen unterstützt werden.
Da ich selbst 10 Jahre eine Regelschule besucht habe, lag und liegt mir diese Arbeit besonders am Herzen. Es war und ist immer wieder spannend, die gesellschaftspolitischen Veränderungen im Laufe meiner Berufstätigkeit und deren Auswirkungen auf den konkreten Schulalltag zu verfolgen.


Nachruf

Porträt Ursula Eckstein

Wir trauern um Ursula Eckstein. Ursula war seit 2017 im Arbeitskreis „Inklusion“ aktiv und hat unsere Arbeit mit vielen guten Ideen und Anregungen bereichert. Inklusion um jeden Preis lehnte sie ab, da sie selbst nach der 7. Klasse von der Regelschule nach Marburg zur Blista gewechselt war. Dort arbeitete sie bis zu ihrem Ruhestand als Schulsekretärin. Da sie später erblindete, war sie froh, alle blindentechnischen Voraussetzungen zur Bewältigung des täglichen Lebens rechtzeitig erlernt zu haben. Sie war Mitglied im Marburger Behindertenbeirat und in zahlreichen Gremien der Blindenselbsthilfe und vieler Organisationen, in denen sie ehrenamtlich tätig war. Wir werden ihre freundliche Art und ihre guten Ratschläge sehr vermissen.


Berichte / Erfahrungen

  • Am 18. Mai 2019 fand das dritte Treffen des "AK Inklusion" in Essen statt. Dort wurde damit begonnen, Eure eingegangenen Antworten auf die Fragen unseres Interviewleitfadens / Fragebogens auszuwerten. Auch durch die Zuarbeit mehrerer Telefonkonferenzen stellten Sabrina und Werner eine Sammlung von Gelingensbedingungen für "Inklusion - aber wie?" zusammen. Vom AK Inklusion wird dies ausdrücklich als ein Zwischenergebnis gesehen. In diesem Sinne freuen wir uns umso mehr über weitere Antworten und Anregungen. Vielen Dank dafür!
  • Am 03. November 2018 fand das zweite Treffen des „AK Inklusion“ in Marburg statt, hier finden Sie einen ausführlichen Bericht. Dabei wurden unter anderem Ideen für einen Interviewleitfaden gesammelt, der jetzt fertig gestellt wurde und der ebenfalls in kürze hier erscheint.
  • Jana Eichstaedt berichtet über ihre Erfahrungen mit einer inklusiven Beschulung. Ihr sehbehinderter Sohn Mirko ist 21 Jahre alt und hat das Abitur an einer Regelschule gemacht. Zur Zeit studiert er Mathematik. Sein Hobby ist Turnierschach. Er spielt für seinen Heimatverein, beteiligt sich erfolgreich an Schachwettkämpfen der Sehenden und nimmt an internationalen Meisterschaften für Blinde und Sehbehinderte teil. Zuletzt errang er zum 2. Mal die Bronzemedaille bei der internationalen Jugendweltmeisterschaft.