horus 1/2022
Schwerpunktthema: "Assistenz und Unterstützung"

Inhalt

  • Vorangestellt
  • Aus der Redaktion
  • Schwerpunkt: "Assistenz und Unterstützung"
  • Recht
    • C. Seuß: Rechtzeitig vorsorgen mit einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung
    • U. Boysen: Blinde Schöffinnen und Schöffen - geht das?
  • Berichte und Schilderungen
    • A. Haar: Zeitenwende - vom Leben nach der blista
  • Aus der Arbeit des DVBS
  • Aus der blista
  • Bücher
    • Th. Büchner: Hörbuchtipps aus der blista
    • W. Gemril und J. Schäfer: Neue Bücher aus der Braille-Druckerei
  • Panorama
    • Ein Behindertenausweis für die gesamte EU und weitere Empfehlungen des Europäischen Parlaments
    • Bundesteilhabepreis 2021 verliehen
    • Goalball: SSG richtet erfolgreich erste Frauenmeisterschaft aus
    • Dritter Teilhabeverfahrensbericht veröffentlicht
    • Bericht über die Einhaltung der Barrierefreiheitsanforderungen von Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen erschienen
    • SightCity 2022: Digitale Messe mit Vorträgen
  • Impressum
  • Anzeigen

nach oben


Wir stellen Ihnen Auszüge aus unserer aktuellen Ausgabe vor. Der vollständige Text wird nach Erscheinen von horus 2/2022 online geschaltet.

Kostenlose Probeausgaben unseres Fachmagazins im Printformat, in Punktschrift oder digital erhalten Sie gerne bei der DVBS-Geschäftsstelle, Frauenbergstraße 8, 35039 Marburg, Tel.: 06421 94888-24, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Schwerpunkt: Assistenz und Unterstützung

Schulische Inklusion mit Assistenz - Wie Assistenzkräfte blinde und sehbehinderte Schüler*innen unterstützen

Dörte Severin im Interview mit Isabella Brawata

Isabella Brawata: Wie kommen Schüler*innen an Assistenz?

Dörte Severin: Die Eltern der sehbeeinträchtigten Schüler*innen beantragen formlos die Assistenz für ihre Kinder beim zuständigen Kostenträger. Die sonderpädagogische Fachkraft der überregionalen Beratungs- und Förderzentren verfasst eine sonderpädagogische Stellungnahme, in der die Notwendigkeit der Assistenz dargelegt wird.

Wie sieht der Alltag einer Assistenzkraft aus?

Die Assistenz unterstützt das Schulkind mit Blindheit oder Sehbehinderung in der Schule, d. h. während der Unterrichtsstunden und - falls nötig - auch in den Pausen.

Während das jeweils zuständige Medienzentrum des Bundeslandes die Schulbücher eines blinden Schulkinds digitalisiert und blindenpädagogisch adaptiert, hat die Assistenzkraft die Aufgabe, Arbeitsblätter und kürzere Texte, die von den Lehrkräften verteilt werden, für eine Braillezeile oder ein Vergrößerungsprogramm zu adaptieren. Sofern sich die Schüler*innen noch nicht auf dem Schulgelände und in den Gebäuden auskennen, weil sie beispielsweise noch kein Mobilitätstraining absolviert haben, begleitet die Assistenz das sehbeeinträchtigte Kind zu seinen Unterrichtsräumen.

Auch im Sportunterricht hilft sie z. B. beim Lauftraining oder arbeitet einzeln mit ihm etwa im Kraftraum, wenn die Teilnahme am Regelunterricht bei großen Ballspielen nicht möglich ist. Ich erinnere mich z. B. an eine Assistentin, die sich eine besondere Form des Tischtennis ausgedacht hatte, bei der der Ball mehrmals auf der Tischplatte "aufgedotzt" wurde, sodass die Schülerin hören konnte, wann sie den Ball schlagen musste. Eine frühe Stufe des Showdowns aus heutiger Sicht ??

Eine weitere wichtige Aufgabe der Assistenzkräfte vor allem in der Grundschule ist die Förderung der Begriffsbildung: Oft haben gerade blinde Kinder keine oder falsche Vorstellungen von Dingen, die sie nicht kennen oder nicht taktil erfahren können. Wenn ein blindes Kind z. B. nicht weiß, was ein Hausgiebel ist, kann die Assistenzkraft ein solches Haus ad hoc mit Knete herstellen.

Nach welchem Grundsatz sollten Assistenzkräfte arbeiten?

Die Aufgabe der Assistenz ist es einerseits, dem blinden oder sehbehinderten Kind zur Hand zu gehen, wo es Hilfe braucht, es aber andererseits seinem Alter und Entwicklungsstand entsprechend zur Selbstständigkeit anzuleiten. Die Assistenz darf ihre Aufgabe keinesfalls darin sehen, dem Schüler bzw. der Schülerin Arbeiten abzunehmen, die ihm oder ihr schwerfallen. Das ist leichter gesagt als getan, denn Assistenzkräfte haben häufig, wenn sie ihre Arbeit beginnen, noch keinerlei Erfahrung mit Kindern mit Blindheit oder Sehbehinderung, deshalb müssen sie zu Beginn ihrer Tätigkeit entsprechend fortgebildet werden.

In welchen Bereichen werden Assistenzpersonen fortgebildet?

Sie lernen beispielsweise, was ein blindes oder sehbehindertes Kind in einem bestimmten Alter normalerweise kann und wie weit das Kind entwickelt ist, mit dem sie künftig zusammenarbeiten.

Sie erlernen für den Einsatz in der Grundschule die Blindenvollschrift sowie die erforderlichen Zeichen der Grundrechenarten. Weiterhin enthalten die Fortbildungen einen hohen Anteil an Selbsterfahrung, indem die Assistenzkräfte z. B. unter einer Augenbinde ein Dreieck konstruieren und anschließend wiederum als Sehende die Prinzipien des Anfertigens einer taktilen Skizze lernen. So lernt die Assistenzkraft den Unterschied zwischen optischer und haptischer Wahrnehmung.

Wie kann eine Assistenzkraft im Alltag am besten unterstützen?

Sie sollte stets über die Fähigkeiten des blinden Kindes im Bereich Orientierung und Mobilität bzw. Lebenspraktische Fähigkeiten informiert sein, um gezielt unterstützen zu können, ohne die gelernten Fähigkeiten des Kindes einzuschränken. Es ist äußerst kontraproduktiv, wenn ein Kind gerade mit viel Mühe gelernt hat, den Weg vom Klassenraum zu den Fachräumen zu meistern, wenn die Assistenz ihm stets diese Aufgabe abnimmt. Das bedeutet aber nicht, dass die Assistenz Selbstständigkeit in jeder Situation einfordern sollte. Natürlich soll ein Kind einen Weg, den es gelernt hat, oft selbstständig gehen, um das Gelernte zu automatisieren, aber im Lärmpegel einer großen Pause an einer Regelschule ist es völlig in Ordnung, wenn die Assistenz oder Mitschüler*innen das Kind gelegentlich führen, weil die Orientierung im Getümmel sehr anstrengend ist und auch ein sehbeeinträchtigter Schüler mal Pause hat.

Wie sollte das Verhältnis der Assistenz zum blinden oder sehbehinderten Kind sein?

In der Grundschule entsteht meist eine Erwachsenen-Kind-Beziehung, die sich im Laufe der Schulzeit immer weiter zu einem partnerschaftlichen Miteinander entwickelt.

Können Sie Beispiele nennen, in denen die Assistenzkraft zusätzlich zu einer gelungenen Inklusion des sehbeeinträchtigten Schülers beigetragen hat?

Es hilft ungemein, wenn sie nicht neben dem Kind oder Jugendlichen sitzt, sondern einen eigenen Arbeitsplatz im Klassenraum hat, sodass die blinden oder sehbehinderten Schüler*innen sie nur rufen, wenn wirklich Unterstützung benötigt wird. Ein gelungenes Beispiel, das mir im Gedächtnis geblieben ist, war ein Assistent, der Bundesligawetten organisiert hatte, die in Klasse 5 und 6 deutlich zur Inklusion des blinden Bayern-München-Fans beitrugen.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Assistenzkraft zur Lehrkraft?

Die Lehrkräfte sind verantwortlich für die Wissensvermittlung aller ihrer Schüler*innen. Die Assistenzkraft ist nicht der Hilfslehrer der Schüler mit Blindheit oder Sehbehinderung.

Wer sollte einem sehbeeinträchtigten Schüler bzw. einer sehbeeinträchtigten Schülerin helfen: die Assistenz oder die Mitschüler*innen?

Das ist eine schwierige Gratwanderung. Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wenn die Assistenzperson zu viel hilft, kann es dazu führen, dass sie ungewollt das Kind isoliert und die normalsichtigen Mitschüler*innen keine Chance haben, selbstverständlich zu helfen und damit auch ganz nebenbei Kontakt zu pflegen, denn in der Regel sind Kinder sehr hilfsbereit.

Was ist die größte Herausforderung für ein blindes Kind an einer Regelschule?

Das größte Problem an Regelschulen ist meist der Zeitmangel. Normalsichtige Kinder arbeiten häufig schneller als blinde und sehbehinderte, daher muss die Assistenz öfter auch Aufgaben übernehmen, die das blinde Kind mit mehr Zeit selbstständig erledigen könnte.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, über die eine Assistenzperson verfügen sollte?

Da es auf die meisten Herausforderungen keine eindeutigen Antworten gibt, sollte die Assistenz spontan die Situation beurteilen können, um einzuschätzen, ob sie gebraucht wird oder nicht.

Zur Person

Dörte Severin war Sonderschullehrerin und viele Jahre Koordinatorin des überregionalen Beratungs- und Förderzentrums der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista), das Schüler*innen mit Blindheit oder Sehbehinderung an Regelschulen und deren Eltern und Lehrkräfte unterstützt. Sie ist langjähriges Mitglied im DVBS und dort im Leitungsteam der IG Sehbehinderte tätig.

Kontakt

Überregionales Beratungs- und Förderzentrum (üBFZ)für den Förderschwerpunkt Sehen
Carl-Strehl-Schule der blista
blistaCampus
Am Schlag 6a
35037 Marburg
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bild: Dörte Severin lächelt. Sie hat kurze, graue Haare und trägt eine Sonnenschutzkappe. Im Hintergrund liegt eine italienische Landschaft mit Bergen, Wald und See. Foto: privat

nach oben


Begleitperson bei stationärer Maßnahme

Von Dr. Michael Richter

Blinde und sehbehinderte Menschen beschäftigt im Vorfeld eines Krankenhausaufenthalts oder einer Rehabilitationsmaßnahme häufig die Frage, wie sie während des stationären Aufenthalts zurechtkommen sollen und ob sie eine Begleitperson mitnehmen dürfen. Häufig ist eine erfolgreiche Behandlung nur möglich, wenn die Begleitung durch eine enge Vertrauensperson gewährleistet ist.

Die Kostenübernahme für die Mitnahme einer Begleitperson richtet sich danach, wer Kostenträger der stationären Maßnahme ist.

Bei Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung besteht nach § 11 Abs. 3 SGB V ein Anspruch darauf, dass die Krankenkasse bei einer stationären Behandlung auch die Kosten einer aus medizinischen Gründen notwendigen Begleitperson übernimmt.

Ob eine Begleitung medizinisch notwendig ist, entscheidet der zuständige Arzt und dokumentiert dies in den Krankenunterlagen. Die Krankenkasse kann jedoch die medizinische Notwendigkeit durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) überprüfen lassen.

Die Begleitperson muss ständig - also rund um die Uhr - anwesend sein und sowohl den behandelnden Ärzten als auch dem Pflegepersonal und dem Patienten, der stationär behandelt wird, zur Verfügung stehen.

Kein medizinischer Grund liegt vor, wenn lediglich der Wunsch des Versicherten oder der Begleitperson nach räumlicher Nähe vorliegt.

Ein Anspruch auf die Kostenübernahme für die Mitaufnahme besteht für sämtliche stationäre Behandlungsformen, also unter anderem für die stationäre Krankenhausbehandlung oder die Behandlung in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung. Der Anspruch auf die stationäre Mitaufnahme kann auch bei einer teilstationären Behandlung erfolgen.

Selbstverständlich ist in diesem Zusammenhang nicht nur die Frage von Bedeutung, wann ein Anspruch auf Mitnahme einer Begleitperson besteht. Man darf nicht vergessen, dass die Begleitperson möglicherweise durch die Begleitung einen Verdienstausfall erleidet und überhaupt zeitlich die Möglichkeit zur Begleitung bestehen muss.

Die diesbezüglich bestehende Gesetzeslücke wurde Ende 2021 mit folgenden Regelungen geschlossen:

Arbeitnehmer, die ihnen nahestehende behinderte Menschen im Krankenhaus begleiten, haben nun auch einen Anspruch auf Freistellung vom Arbeitgeber. Dieser Anspruch auf unbezahlte Freistellung gilt auch für nicht gesetzlich Krankenversicherte. Er kann nicht durch einen Vertrag ausgeschlossen oder beschränkt werden. Dieses neue Freistellungsrecht nach § 44b Abs. 4 SGB V gilt bereits seit dem 5. Oktober 2021.

Darüber hinaus haben Krankenversicherte aus dem engsten persönlichen Umfeld von behinderten Menschen von November 2022 an gem. § 44b Abs. 1 SGB V Anspruch auf Krankengeld, wenn sie die Begleitung im Krankenhaus übernehmen und deshalb einen Verdienstausfall haben.

Die Voraussetzungen hierfür sind:

  • Die Begleitung muss aus medizinischen Gründen notwendig sein.
  • Die Begleitperson muss ebenfalls stationär aufgenommen werden (die ganztägige Begleitung steht dem gleich) und eine Person aus dem engsten persönlichen Umfeld bzw. ein naher Angehöriger im Sinne von § 7 Absatz 3 des Pflegezeitgesetzes sein.
  • Der Mensch mit Behinderung muss Leistungen der Eingliederungshilfe, Leistungen nach § 35a SGB VIII (Eingliederungshilfe für Kinder mit seelischer Behinderung) oder Leistungen nach § 27d Abs.1 Nr. 3 des Bundesversorgungsgesetzes (Eingliederungshilfe) erhalten.

Menschen mit Behinderung, die ihre Unterstützung im Alltag über Leistungserbringer der Eingliederungshilfe organisieren, können ebenfalls eine Assistenzperson mit ins Krankenhaus nehmen. Hier werden künftig auch Leistungen für die Begleitung und Befähigung der Person mit Behinderung aus Mitteln der Eingliederungshilfe bezahlt. Sie umfassen Leistungen zur Verständigung und zur Unterstützung im Umgang mit Belastungssituationen als nichtmedizinische Leistungen.

Auch die Rentenversicherung übernimmt die Kosten für eine aus medizinischen Gründen notwendige Begleitperson bei stationären Aufenthalten. Hier wird auf Antrag sogar der Verdienstausfall der Begleitperson erstattet, sofern kein Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts besteht.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass sich die Situation um die notwendige Begleitung im Rahmen von stationären Krankenhausaufenthalten und medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen z. B. für blinde und sehbehinderte Menschen deutlich verbessert hat.

Zum Autor

Dr. Michael Richter ist Geschäftsführer der Rechte behinderter Menschen gemeinnützige GmbH (rbm), einer Rechtsberatungsgesellschaft speziell für die Belange von Menschen mit Behinderungen mit Sitz in Marburg und Berlin. Als blinder Anwalt berät und vertritt Dr. Richter Menschen bundesweit vor Sozial- und Verwaltungsgerichten.

Bild: Dr. Michael Richter hat einen kurz geschnittenen Haarkranz und einen Oberlippenbart. Er trägt ein hellblaues Businesshemd. Foto: DVBS

Linktipp

Das Thema vertiefen lässt sich z. B. anhand eines längeren Fachbeitrags über die Neuregelungen zur Assistenz im Krankenhaus von Christina Janßen, LL. M., den die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation DVfR auf ihrer Webseite zur Verfügung stellt. Siehe: www.reha-recht.de/fileadmin/user_upload/RehaRecht/Diskussionsforen/Forum_A/2021/A41-2021_Assistenz_im_Krankenhaus.pdf

nach oben


Aus der Arbeit des DVBS

Arbeitsassistenz: DVBS sammelt Good Practice Beispiele

Von Klaus Winger

Bei der Suche nach dem individuell besten Modell von Arbeitsassistenz sind gute Lösungen gefragt. Deshalb dokumentiert der DVBS interessante und gelungene Konzepte von Arbeitsassistenz und wird sie Interessierten zur Verfügung stellen. Diese positiven Beispiele können dann als Anregung, zum Erfahrungsaustausch, zur Begründung von Leistungsforderungen oder einfach zu Informationszwecken genutzt werden oder Betroffene auf weitere gute Ideen bringen.

Positive Erfahrungen können hilfreich sein, etwa wenn es um den Assistenzbedarf von Antragstellerinnen und Antragstellern geht, der bisher von Integrationsämtern nicht wie gewünscht bewilligt wurde. Denn in diesen Fällen kann ein pfiffiges passendes Beispiel ein gutes Argument sein, den Antrag zu untermauern: Warum soll bei mir nicht genehmigt werden, was im vergleichbaren Fall anderswo gut funktioniert?

Hinter jedem Beispiel stehen Assistenznehmende mit eigenen persönlichen Erfahrungen. Sie bleiben zunächst anonym. Bei Rückfragen von Ratsuchenden kann die DVBS-Geschäftsstelle jedoch zu ihnen Kontakt aufnehmen und klären, ob ein Gespräch erwünscht und sinnvoll ist, und gegebenenfalls den direkten Austausch zwischen beiden vermitteln. Ansprechpartner ist Klaus Winger, der die verschiedenen Arbeitsassistenz-Modelle nach einem Telefonat und gegebenenfalls etwa 20-minütigen Interview skizziert. Ergebnisse werden erst nach Prüfung durch die Beispielgebenden und ohne Nennung von Namen veröffentlicht.

Das Projekt "Good Practice Arbeitsassistenz" läuft zunächst bis zum 1. Mai 2022, dem "Tag der Arbeit". Erste Beispiele wurden bereits in horus spezial X "Moderne Arbeitsassistenz in der modernen Arbeitswelt" veröffentlicht. Wenn auch Sie durch eine Arbeitsassistenz unterstützt werden, wenden Sie sich an den DVBS und teilen Sie Ihren Erfahrungsschatz mit anderen Betroffenen - Selbsthilfe lebt durch den Austausch!

Kontakt

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten
in Studium und Beruf e. V.
Klaus Winger
Tel.: 06421 94888-0
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bild: Beispiel eines Arbeitsassistenz-Teams aus der DVBS-Geschäftsstelle: Wilhelm Gerike arbeitet an der Computertastatur mit Braillezeile und tauscht sich mit seiner Arbeitsassistentin Elke Mann aus, die den großen Bildschirm neben ihm im Blick hat. Foto: DVBS

nach oben


Aus der blista

Zwei neue Videos informieren über die Fachoberschulen für Sozialwesen und Gesundheit

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie haben viele junge Leute die Freude am theoretischen Lernen verloren. Sich beim digitalen Üben ranzuhalten, fällt vielen schwerer. Sie fehlen einfach, die wichtigen, schönen, spannenden und motivierenden ... sozialen Kontakte!

Schulische Bildungswege mit hohen Praxisanteilen können helfen, junge Leute mit einem mittleren Bildungsabschluss zu motivieren, noch zwei Jahre dranzuhängen. Denn mit dem Abschluss "Allgemeine Fachoberschule" sehen die Chancen für Studium und Beruf deutlich bunter aus.

Die beiden neuen Videos wollen junge Leute mit Blindheit und Sehbehinderung da abholen, wo sie stehen. Die Fachoberschulen Sozialwesen (FOS) und Gesundheit (FOG) richten sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten an Jugendliche und junge Erwachsene, die offen sind für das Lernen in der Gemeinschaft und im Rahmen spannender Praktika:

Die neuen Videos über die Fachoberschulen Sozialwesen (FOS) und Gesundheit (FOG) sind im YouTube-Kanal der blista eingestellt: youtube.com/blistaCampus

Bild: Startbilder der neuen blista-Videos auf YouTube: (li) "Fachoberschulen für Gesundheit und Soziales" mit Aileen Luxenburger, und (re) "Eindrücke von Schüler*innen der Fachoberschule für Sozialwesen (FOS)" mit Chinaedu Igbokwe, 12. Klasse. Abbildung: blista

nach oben


Panorama

SightCity 2022: Digitale Messe mit Vorträgen

Auch dieses Jahr wird die SightCity vom 18. bis. 20. Mai 2022 aufgrund der Corona-Pandemie wieder als reine digitale Messe stattfinden. Sie gilt als größte internationale Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel.

Nach dem Erfolg der digitalen SightCity 2021, auf der täglich um die 1750 Besucherinnen und Besucher verzeichnet wurden, werden in diesem Jahr die Informationsmöglichkeiten, Veranstaltungen und Online-Events deutlich erweitert. Eine Kalenderfunktion mit allen Themen und Terminen der Online-Vorträge erleichtert die Übersicht, die Teilnahme an Vorträgen wird durch eine einheitliche, für Blinde und Sehbehinderte gut zugängliche Plattform (Zoom) möglich.

Das SightCity-Forum informiert in Fachvorträgen über neueste wissenschaftliche, medizinische Entwicklungen und sozialrechtliche Aspekte und wird als interdisziplinäre Fachtagung die SightCity wissenschaftlich begleiten.

blista und DVBS werden als Aussteller*innen der SightCity ihre Angebote und Leistungen präsentieren. Im Rahmen des SightCity-Forums wird beispielsweise das DVBS-Projekt "Agiles Netzwerk für sehbeeinträchtigte Berufstätige" (agnes@work) vorgestellt. Ute Mölter vom Beratungs- und Schulungszentrum (BSZ) der blista hält einen Vortrag zum Thema "Sehen im Alter: Neue Chancen der digitalen Teilhabe".

Interessierte können auch die Social-Media-Kanäle der SightCity, Facebook und Instagram, nutzen, um sich zu informieren. Vorträge und Präsentationen wird die SightCity in Absprache mit teilnehmenden Unternehmen und Organisationen aufzeichnen und auf YouTube posten. Und nach den Messetagen kann die Webseite der SightCity (www.SightCity.net) als zentrales Branchenportal genutzt werden, etwa um einen Überblick über Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen zu gewinnen.

Für das nächste Jahr laufen die Planungen ebenfalls bereits: 2023 soll die SightCity als hybride Messe stattfinden. Neben einer zentralen Besuchermesse mit Ausstellungsständen im Kap Europa in Frankfurt a. M. gibt es dann wieder digitale Inhalte für die Besucherinnen und Besucher.

nach oben