Der normale oder durchschnittliche altersgemäße Hilfebedarf intensiviert sich durch die Blindheit noch erheblich. Zu nennen sind beispielsweise:

  • Vorlesen aus Büchern, Zeitschriften und aus Tageszeitungen. Viele blinde Senioren haben Schwierigkeiten mit der Bedienung elektronischer Lesesprechgeräte oder verstehen die künstliche Sprachansage nur schwer.
  • Erhöhter Schulungs- und Aufklärungsbedarf im Umgang und in der Handhabung von Informations- und Kommunikationstechnologie (z.B. Computer, Mobiltelefon usw.).
  • Gesteigerter Hilfebedarf bei der Haushaltsführung, bei der Körper- und Kleiderpflege, bei der außerhäuslichen Mobilität (z. B. Begleitung bei Spaziergängen) weil es schwerer fällt, Wege alleine zurückzulegen.

Viele im Alter erblindete Menschen können nur selbstbestimmt und selbständig in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben, weil z.B. die Nachbarschaftshilfe genutzt wird oder ein Angehöriger auf eine berufliche Tätigkeit verzichtet oder seine Berufstätigkeit verringert, um sich täglich intensiv der blinden Person widmen zu können.

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