- Spezielle taktile und akustische Fördermittel wie Bücher, Spielzeug (klingender Ball, Tandem, adaptierte Brett- und Gesellschaftsspiele),
- Umsetzung von begleitendem Schulmaterial in Punktschrift, auf Tonträger oder in digitale Form und Anschaffung von aufwändigem Anschauungsmaterial, wie Atlanten mit taktilen Landkarten und Globus mit tastbaren Oberflächen und Beschriftung in Brailleschrift,
- Vorlesen von Büchern, welche andere Kinder selbstständig lesen können,
- Aufwendungen für Fahrten bzw. Begleitung zu Kindergarten und Schule, wo sehende Kinder den Weg selbständig zurücklegen können.
Die Entwicklungs- und Bildungschancen blinder Kinder und Jugendlicher hängen im besonderen Maße davon ab, inwieweit die Eltern in der Lage sind, ihr blindes Kind zu fördern und zu unterstützen. Hilfreich ist es, wenn ein Elternteil auf eine Berufstätigkeit verzichtet oder die berufliche Beanspruchung reduziert, damit das blinde Kind aktiv gefördert wird und viele Dinge des Lebens lernt (z. B. Essen mit Messer und Gabel, Tätigkeiten in der Küche, Anleitung zur körperlichen Bewegung, Begriffsbildung, räumliches Erfassen, Förderung des Orientierungsvermögens und der Raumvorstellung). Dabei muss berücksichtigt werden, dass blinde Kinder nicht durch Nachahmen lernen können, sondern dass das Erlernen von Fähigkeiten zur Alltagsbewältigung in viele kleine Schritte zerlegt werden muss und wesentlich mehr Zeit benötigt als bei sehenden Kindern. Ein finanzieller Ausgleich kann durch das Blindengeld erfolgen.
Blinde Kinder und Jugendliche haben im Übrigen grundsätzlich den gleichen Bedarf wie blinde Erwachsene.